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Aktionen / Projekte - Schülerlotsenwettbewerb
Bundeswettbewerb der Schülerlotsen 2011
Der Sieger im diesjährigen Bundeswettberb der Schülerlotsen steht
fest: Nico Knackmuß aus Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt wurde zum Sieger
gekürt. Der Zweite Platz ging an Felix Reich aus Neu-Käbelich in
Mecklenburg-Vorpommern. Dritter wurde Dominik Lohr aus Hildburghausen
(Thüringen).
Der Wettbewerb fand vom 28. bis zum 29. Oktober in Saalfeld
(Thüringen) statt. Sowohl die theoretischen Kenntnisse als auch das
praktische Können der Schülerlotsen (offiziell „Verkehrshelfer“
genannt) kamen auf den Prüfstand. Alle Teilnehmer konnten sich über
einen Pokal, eine Urkunde und eine Geldprämie freuen. Hier die
Platzierungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bundeswettbewerb:
Platz 1 Nico Knackmuß, Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt)
Platz 2 Felix Reich, Neu-Käbelich (Mecklenburg-Vorpommern)
Platz 3 Dominik Lohr, Hildburghausen (Thüringen)
Platz 4 David Grasmann, Walldürn (Bayern)
Platz 5 Lisa Müldner, Darmstadt (Hessen)
Platz 6 Alina Linde, Rüllschau (Schleswig-Holstein)
Platz 7 teilen sich:
Carolin Lange, Ludwigsburg (Baden-Württemberg), Annika Schrader,
Berlin (Berlin), Marvin Oehme, Cottbus (Brandenburg), Deike Yvonne
Moskopp, Bremen (Bremen), Christian Severing, Dortmund
(Nordrhein-Westfalen), Hannah Eich, Kelberg (Rheinland-Pfalz), Michael
Krause, Bexbach (saarland), Maria Koschwitz, Altenberg (Sachsen).
Aufgabe der Schülerlotsen
Vor
Schulbeginn und nach Schulschluss sind sie an vielen Schulen schon von
weitem in ihren neon-gelben Jacken zu erkennen – gleich, ob sie als
Schülerlotse, Verkehrshelfer oder Schulweghelfer im Einsatz sind.
Tatsächlich verbirgt sich hinter den drei Begriffen dasselbe
Engagement, doch werden die Engagierten in den verschiedenen Regionen
Deutschlands unterschiedlich benannt. Der älteste und bekannteste
Begriff ist „Schülerlotse“; er wird bereits seit 1953 benutzt, als der
„Schülerlotsendienst“ in Deutschland eingerichtet wurde. Auch die
Deutsche Verkehrswacht spricht noch von „Schülerlotsen“, wenngleich
seit einigen Jahren der offizielle Begriff „Verkehrshelfer“ ist.
Bundesweit sind rund 50.000 Menschen als „Schülerlotsen“ tätig. Es
handelt sich in der Regel um ältere Schüler, die für ihre jüngeren und
unerfahrenen Mitschüler an gefährlichen Stellen den Schulweg sichern
und ihnen so sicher über die Straße helfen. Aber auch Eltern, ältere
Geschwister oder andere Erwachsene nehmen die Aufgabe als
„Schülerlotse“ wahr. Der Einsatz ist freiwillig, erfolgt ehrenamtlich
und unentgeltlich. Eine wichtige Aufgabe mit Tradition Den
Einsatz von Schülerlotsen – offiziell „Verkehrshelfer“ genannt – gibt
es in Deutschland seit 1953. Die Einführung geht auf eine Initiative
mehrerer Partner zurück, darunter auch die DVW. Heute liegt die
Weiterentwicklung des Ausbildungskonzepts und die Ausstattung der
Verkehrshelfer mit ihrer Dienstkleidung allein bei der DVW.
Unterstützt wird sie durch die Polizei, die sich in der
Lotsenausbildung stark engagiert, und den Schulen. Der
Verband der
Automobilindustrie (VDA) sponsert das Projekt seit 20 Jahren.
Verkehrshelfer in Aktion Mit dem 13. Lebensjahr und dem
Besuch der 7. Klasse qualifizieren sich interessierte Schüler für die
Ausbildung als Verkehrshelfer. Ausnahmen gibt es in zwei
Bundesländern. So ist in Brandenburg die Ausbildung als Verkehrshelfer
bereits ab dem 11. Lebensjahr und in Berlin ab der 5. Klasse möglich.
Der Einsatz als Schülerlotsen ist gar nicht so schwierig, denn sie
werden gründlich vorbereitet. Die Polizei übernimmt die Ausbildung,
die abhängig vom Ausbildungserlass der Bundesländer sechs bis zwölf
Stunden dauert. Die Schülerlotsen lernen dabei wichtige Regelungen und
verkehrsrechtliche Bestimmungen aus der StVO kennen, ferner die
verschiedenen Elemente des Straßenverkehrs und das Einschätzen von
Geschwindigkeiten, Anhalte- bzw. Bremswegen von Fahrzeugen. Doch nicht
nur Wissen pauken steht auf dem Programm: besonders viel Wert legen
die Ausbilder auch darauf, dass die Schülerlotsen sich umsichtig
verhalten und ihrer Tätigkeit konzentriert und verantwortungsbewusst
nachgehen – denn andere Menschen müssen sich auf sie verlassen können.
Für ihre Arbeit erhalten die Schülerlotsen viel Anerkennung in der
Öffentlichkeit, insbesondere natürlich von Mitschülern, Eltern,
Lehrern und den Verkehrsteilnehmern. Wer ist der beste
Schülerlotse? Seit 1982 findet jährlich der
Schülerlotsen-Wettbewerb auf Stadt-, Kreis- und Landesebene statt, in
dem die besten Schülerlotsen ermittelt werden. Die Landessieger
wetteifern jedes Jahr im Herbst im bundesweiten
Schülerlotsen-Wettbewerb um den Titel des Bundessiegers miteinander.
Der Wettbewerb erstreckt sich über zwei Tage: Am ersten Tag müssen die
Teilnehmer eine theoretische Prüfung mit über 60 Fragen ablegen, am
zweiten Tag findet die praktische Prüfung statt. Hier geht es um
Argumentationsfähigkeit bei Konflikten und um Schätzvermögen: Wie
schnell fährt der sich gerade nähernde Pkw? Wie lang ist sein
Anhalteweg in Relation zur gefahrenen Geschwindigkeit? Welche Faktoren
können den Anhalteweg verlängern?
Neben dem begehrten Siegerpokal und einer Urkunde erhalten die drei
Besten als Anerkennung ihres Engagements auch eine Geldprämie, mit der
sie sich einen persönlichen Wunsch erfüllen können. Mach mit und
werde Schülerlotse! Der Erfolg der Schülerlotsen lässt sich
schon daran ermessen, dass es seit der Einführung des Dienstes im Jahr
1953 an den von ihnen gesicherten Übergängen keinen einzigen schweren
oder gar tödlichen Unfall gegeben hat. Die Aufgabe als Schülerlotse
ist interessant und verantwortungsvoll. Die Zusammenarbeit mit anderen
Verkehrshelfern und der Polizei macht großen Spaß. Sie bietet nicht
nur neue Aufgabenfelder, sondern auch die Möglichkeit, nette Menschen
kennen zu lernen und Freunde zu finden. Und nicht zuletzt gilt: Wer
sich um andere kümmert, beweist soziales und gesellschaftliches
Engagement.
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