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Damit Sie nicht auf dem Schlauch stehen: Tipps gegen Plattfuss und
Co.
Datum: 07.04.2011
Kleine Pannen können leicht den Spaß an der Fahrradtour trüben. Der
Mechaniker “To Go” ist noch nicht erfunden worden. Dafür können Radler
sich mit den Tipps der Deutschen Verkehrswacht selber helfen und ihre
Tour zu Ende fahren. Im Folgenden findet sich eine Gebrauchsanleitung
für häufige Pannen:
Der “Plattfuß” ist der Klassiker unter den Fahrradpannen. Zur
Reparatur wird der Reifen auf einer Seite von der Felge gezogen und
der defekte Schlauch herausgenommen. Die beschädigte Stelle kann mit
Hilfe eines angefeuchteten Fingers und der ausströmenden Luft leicht
gefunden werden. Das Flickzeug wird entsprechend den Herstellerangaben
auf das Loch geklebt. Danach kann der Schlauch wieder eingesetzt
werden. Wichtig hierbei: Das Ventil gerade in die Felgenbohrung
schieben, danach wird der Schlauch vorsichtig auf die Felge gelegt.
Zum Schluss wird die Reifenflanke über den Felgenrand gehoben und der
Schlauch aufgepumpt. Der Schlauch darf keinesfalls zwischen Reifen und
Felge eingeklemmt sein.
Wer gänzlich ohne Flickzeug unterwegs ist, kann sich mit einer
Notlösung helfen. Gras, Schilf oder Ähnliches wird fest in den Reifen
gestopft. So ist zumindest ein vorsichtige Weiterfahrt bis zum
nächsten Fahrradladen möglich.
Bei Fahrrädern mit Kettenschaltung kann es passieren, dass die Kette
beim Schalten abspringt und auf das Tretlager fällt. Grund ist meist
ein nicht richtig eingestellter Umwerfer. Die Lösung ist einfach: Mit
den beiden kleinen Schrauben auf dem Umwerfer (meist mit den
Buchstaben H und L bezeichnet) lässt sich die Begrenzung des Umwerfers
einstellen. “H” steht für den hohen, “L” für den kleinen Gang. Der
Umwerfer ist dann richtig eingestellt, wenn die Kette über das kleine
Ritzel hinten und das kleine Kettenblatt vorne läuft und dabei am
Umwerfer schleift.
Reißt ein Bremszug, stellt sich die Frage, ob Vorder- oder
Hinterradbremse betroffen ist. Bei defekter Vorderradbremse sollte der
Zug der Hinterradbremse an die des Vorderrades montiert werden, da
diese die höhere Bremskraft erbringt. Steht auf Grund der
Rücktrittbremse nur ein Bremszug zur Verfügung, sollte aus
Sicherheitsgründen besser geschoben werden, da die Hinterradbremse
alleine nicht genügend Bremskraft hat. Die beste Maßnahme gegen
Defekte ist ein regelmäßig gewartetes Velo. Kommt es zum Defekt, sind
alle Bauteile offen zugänglich und spezielle mechanische Kenntnisse
sind nicht nötig.
Zu jeder Tour gehört eine Grundausstattung an Werkzeug. Je länger die
Tour dauert, desto umfangreicher kann das mitgeführte Equipment sein.
Dabei sein sollten auf jeden Fall die passenden Schraubenschlüssel,
2-3 Reifenheber sowie Flickzeug und eine Luftpumpe. Wer mehr Platz
hat, kann zusätzlich einen Reserveschlauch und ein Kettenwerkzeug mit
passenden Ersatzgliedern mitnehmen. Auch Ersatzbirnen für die
Beleuchtung sind sinnvoll.
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