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Allgemeines

Schüler lotsen - das erste Ehrenamt!

Vor Schulbeginn (selten nach Schulschluss) sind sie an vielen Schulen schon von weitem an ihren neon-gelben Jacken zu erkennen – Schülerlotsinnen und Schülerlotsen im Einsatz. Der bekannte Begriff wird bereits seit 1953 benutzt, als der „Schülerlotsendienst“ in Deutschland eingerichtet wurde.

Auch wir sprechen weiterhin von „Schülerlotsen“, um diesen speziellen Dienst der jüngsten Verkehrshelfer (so der offizielle Begriff) im Umfeld der Grundschulen zu charakterisieren. Verkehrshelfer im allgemeinen können natürlich auch Erwachsene sein; ihr Einsatz ist auch nicht auf das Schulumfeld begrenzt. Sie können z. B. auch bei Großveranstaltungen oder bei für Fußgänger schwierigen Verkehrsführungen an Baustellen eingesetzt werden.

Für alle Verkehrshelfer gilt: Der Einsatz ist nur bei angeordnetem Zeichen 356 "Verkehrshelfer" zulässig, der Einsatz wird somit von der Polizei vorbereitet und begleitet und Eingriffe in den Straßenverkehr sind verboten. Die Partner des Schülerlotsendienstes sind:
  • Schule (Initiative zur Einrichtung, Einbindung der Eltern, Akquise der Lotsen/Lotsinnen, betreuende Lehrkarft)
  • Polizei (Ausbildung und Begleitung)
  • Verkehrswacht (Entwicklung des Unterrichtsmaterials, Logistik der Ausrüstung, öffentliche Begleitung)
  • Verband der Automobilindustrie (Sponsor der Ausrüstung)
Bundesweit sind rund 50.000 Menschen als „Schülerlotsen“ tätig, in Berlin mehr als 1.000. Es sind ältere Schüler der 5. und 6. Klassenstufe, die für ihre jüngeren und unerfahrenen Mitschüler an gefährlichen Stellen den Schulweg sichern und ihnen so sicher über die Straße helfen. Aber auch Eltern, ältere Geschwister oder andere Erwachsene können die Aufgabe als „Schülerlotse“ wahrnehmen. Der Einsatz ist freiwillig, erfolgt ehrenamtlich und unentgeltlich.

Der Erfolg der Schülerlotsen lässt sich schon daran ermessen, dass es seit der Einführung des Dienstes im Jahr 1953 an den von ihnen gesicherten Übergängen keinen einzigen schweren oder gar tödlichen Unfall gegeben hat.

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